Endodontie

Endodontie

Die Eigenschaften eines natürlichen Zahns sind jedem auch noch so fortschrittlichen Zahnersatz überlegen. Deshalb versuchen wir, Ihre Zähne im Mund zu erhalten, auch dann, wenn sie bis in den Nervbereich erkrankt sind und einer zeitaufwendigen Wurzelkanalbehandlung bedürfen.

  • Ist der Zahn im Inneren geschädigt, entzündet oder abgestorben, so sollte er, sofern möglich, wurzelbehandelt werden. Ansonsten breitet sich die Entzündung von der Zahnwurzel in den umliegenden Knochen aus. Dies geschieht gelegentlich auch, ohne dass es zu Schmerzen kommt - Zahnverlust ist die Folge.
  • Klassische Wurzelbehandlungen führen oft zu unbefriedigenden Ergebnissen. Langfristige Erfolge werden nur in etwa 50% der Fälle erzielt. Wir nehmen uns sehr viel Zeit und arbeiten mit viel Erfahrung, Sorgfalt und Fachkenntnis. Der Einsatz von modernen Techniken in unserer Praxis und regelmäßige Fortbildungen sind die Basis für das Erreichen einer dauerhaften Stabilität.
  • Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv im Inneren des Zahnes entfernt, der verbleibende Hohlraum wird desinfiziert. Nur so wird die Ursache für die Entzündung im Zahn oder im Knochen entfernt. Für den dauerhaften Erhalt des Zahnes ist die komplette und bakteriendichte Füllung der gereinigten Kanäle Voraussetzung. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie – sie ist praktisch schmerzfrei. Mithilfe einer Lupenbrille kann im Bereich der kleinsten Strukturen präzise, substanzschonend und somit erfolgreich gearbeitet werden. Die Langzeitprognose der behandelten Zähne wird dadurch erhöht.
  • Die Schwierigkeit bei einer Wurzelbehandlung liegt darin, dass der Nervenkanal oft gekrümmt und manchmal auch verzweigt ist. Aus diesem Grund ist es nicht immer möglich, sämtliche Verästelungen zu reinigen und zu füllen, was dazu führen kann, dass noch Bakterien verbleiben, welche später wieder eine Entzündung hervorrufen können. Um dieses Risiko so klein wie möglich zu halten, hat es sich bewährt, den Nervenkanal nicht sofort im Rahmen der akuten Schmerzbehandlung (1. Behandlungssitzung) zu füllen, sondern zunächst ein schmerzstillendes und desinfizierendes Medikament einzubringen. Später wird der Nervenkanal mit einer Wurzelfüllung abgedichtet. Diese Vorgehensweise ist zwar relativ aufwendig, bietet aber die beste Voraussetzung dafür, dass der betreffende Zahn sich später nicht wieder entzündet und dann doch noch entfernt werden müsste.
  • Ein wurzelbehandelter Zahn birgt die Gefahr einer Fraktur (Bruch), weil er meistens einen großen Defekt im Kronenbereich aufweist. Aus diesem Grund sollte er in absehbarer Zeit versorgt werden – vorzugsweise mit modernen adhäsiven Füllungsmethoden (siehe hierzu „Füllungen“).