Füllungen

Füllungen - Konservierende Therapie

Füllungen - Was ist das? Darunter versteht man die „Reparatur“ der Zähne mit einem Füllungsmaterial.

  • Die heute zur Verfügung stehenden Füllungsmaterialien sind:
  • Composite
  • Keramik
  • Gold
  • Amalgam
  • Zement

Mit Ausnahme von Amalgam und Gold sind diese Materialien „weiß", bei hochwertigen Composites individuell zahnfarben. Da wir in unserer Praxis natürliche und somit ästhetische Zahnmedizin anbieten, verwenden wir praktisch fast ausschließlich zahnfarbene Füllungsmaterialien. Welches Material wo eingesetzt wird, muss jeweils im Einzelfall entschieden werden.

Gold ist nach wie vor ein qualitativ hervorragendes Material, um Zähne zu reparieren. Es lässt sich anspruchsvoll verarbeiten und ist lange haltbar. Es hat für unsere Zwecke lediglich einen gravierenden Nachteil: Es ist nicht zahnfarben! Über die Schönheit und Ansehnlichkeit einer Goldfüllung kann man daher geteilter Meinung sein.

Weil die Keramikmaterialien und vor allem auch die Klebetechniken in den vergangenen Jahren enorm verbessert wurden, geht der Einsatz von Gold in unserem Bereich der Zahnmedizin ständig zurück. Wir bieten diese Art der Versorgung zwar nach wie vor an, die Nachfrage wird jedoch immer geringer.

Composite ist nicht gleich Kunststoff

Die modernen Verbundwerkstoffe, so genannte Composites, sind den früheren Füllungsmaterialien weit überlegen. Sie bestehen nur noch zu etwa 30 % aus Kunststoff. Hauptanteil machen kleinste Glas-, Quarz- und Keramikpartikel aus, die dem Füllmaterial zu einer hohen Stabilität verhelfen. Sie werden direkt in den Zahn eingebracht und durch kurzwelliges Licht ausgehärtet. Die Behandlung erfolgt unter Isolierung des Zahnes mittels Spanngummi (Kofferdam) und unter lokaler Anästhesie.

Composites stehen in verschiedenen Zahnfarben zur Verfügung. Ob abgebrochene Schneidekanten, Änderung der Zahnstellung oder Kariestherapie, der Anwendung der Composites sind wenige Grenzen gesetzt. Durch die hohe Qualität können sogar Defekte im Seitenzahnbereich mit sehr guter Prognose rekonstruiert werden. Die Technik der direkten Versorgung von Zahndefekten mittels Composites ist kostensparend, langlebig, zahnsubstanzschonend und erfüllt höchste ästhetische Ansprüche.

Bei sehr großen und stark belasteten Füllungen muss jedoch mit einer eingeschränkten Haltbarkeit gerechnet werden, weshalb wir dort vorzugsweise im Labor gefertigte Versorgungen aus Keramik (Keramikinlays und Keramikkronen) empfehlen (siehe hierzu „Zahnerneuerungen“).

Aber über Amalgam wurde und wird viel geschrieben und diskutiert.

Wir können und wollen uns kein abschließendes Urteil darüber anmaßen, ob Amalgamfüllungen nun schädlich sind oder nicht. Was jedoch unbestreitbar feststeht, ist die Tatsache, dass Amalgamfüllungen schlicht und einfach hässlich sind und damit nicht in unser Konzept der ästhetischen Zahnmedizin passen.

Es besteht Einigkeit darüber, dass beim Entfernen alter Amalgamfüllungen und bei der Entsorgung der Rückstände mit der notwendigen Sorgfalt vorgegangen werden muss. Wir verwenden hierzu speziell entwickelte Instrumente und auf Wunsch zusätzlich eine Abdämmung mittels eines Spanngummis (Kofferdam).Es besteht heutzutage unseres Erachtens keine Notwendigkeit mehr, Amalgam zu verwenden.

Zemente kommen in erster Linie für zeitlich begrenzte Füllungen und als Unterlage unter Goldinlays und Kronen zur Anwendung.