Parodontologe Dr. Gutsche in Koblenz | Parodontitis
Behandlung der Parodontitis | Zahnarzt Dr. Gutsche in Koblenz

Parodontitis

Jeder zweite deutsche Erwachsene ist erkrankt

In der aktuellen „Deutschen Mundgesundheitsstudie“ 5 erkennt man eine auffallende Häufung der Parodontalerkrankungen. Während man Caries gut im Griff hat, gibt es auf dem Gebiet der Parodontitis und dem damit verbundenen Zahnlosigkeit viel zu tun.

Der Mensch bemerkt als erstes Warnsymptom blutendes Zahnfleisch und eventuell Mundgeruch. Ein Besuch beim Zahnarzt ist nun ratsam. Auslöser für die Erkrankung sind besondere Bakterien und eine erbliche Veranlagung des Patienten. Eine ganze Reihe von Faktoren beeinflussen den Krankheitsprozess negativ. Eine strukturierte und gute parodontale Therapie setzt auch hier an.

Die Parodontitis kann durch das Messen der Taschen durch jeden Zahnarzt frühzeitig erkannt werden. Je eher behandelt wird, desto besser sind die Chancen der Heilung. Nach erfolgreicher Therapie kann das erneute Auftreten im Rahmen der langjährigen, regelmäßigen „Unterstützenden-Parodontitis-Therapie“, UPT verhindert werden.

Entzündliche Parodontalerkrankungen und die allgemeine Gesundheit

Bei einer Parodontitis erhöht sich das Risiko von schweren Allgemeinerkrankungen. Das Risiko eines Schlaganfalls und einer koronaren Herzkrankheit ist doppelt so hoch wie bei parodontal gesunden Menschen. Bis zu vier Mal so häufig kann es zu chronischen Atemwegserkrankungen oder Osteoporose kommen. Schwangere mit einer parodontalen Erkrankung sind besonders gefährdet. Es kommt vermehrt zu Frühgeburten oder Ungeborene erfahren eine Wachstumsverlangsamung mit der Folge, dass sie untergewichtig das Licht der Welt erblicken. Daher ist es verantwortungsvoll Vorsorge zu treffen, um eine parodontalen Erkrankung zu vermeiden. Dabei steht die stetige, richtige und gründliche Mundhygiene an erster Stelle.

Gesundes und krankes Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa und blutet nicht - auch nicht beim Zähneputzen. Es sind keine Zahnfleischtaschen vorhanden und entzündungsfreies, gesundes Gewebe umgibt den Zahn straff. Entzündetes Zahnfleisch ist geschwollen, gerötet und blutet häufig - wenn auch nur wenig.

Gesunder und kranker Kieferknochen

Auch ein gesunder Kieferknochen wird im Laufe des Lebens „kleiner“. Ein 80-Jähriger hat ganz normal 3-4 mm Knochen weniger. Eine 45-Jähriger mit einem Fehl von 3-4 mm Knochen ist an einer Parodontitis erkrankt.

Bei gesundem Zahnbett (Parodont) ist die Zahnwurzel über Bindegewebe stabil mit dem intakten Kieferknochen verankert. Eine Zahnfleischtasche von 2 bis 3 mm Tiefe ist normal und gesund. Bei einer Parodontitis wird das Zahnfleisch und Knochen durch die Bakterien zerstört. Zunächst kann Eiter austreten und manche bemerken einen süßlichen Geschmack. Wenige Jahre später sind Zähne für das Kauen kaum zu gebrauchen und Zahnverlust die sichere Folge. Wenn das Zahnbett erkrankt war, bildet es sich nicht mehr von selbst neu auf. Oft kann es nach einer parodontalen Basistherapie dann regenerativ wieder aufgebaut werden.